LF10 (Löschgruppenfahrzeug)

Florian Erlangen 4/43/1

Das Löschgruppenfahrzeug der FF Bruck wurde 2013 von der Fa. Rosenbauer in Leonding (Oberösterreich) konzipiert und auf ein MAN-Fahrgestell mit 12t zulässige Gesamtmasse gebaut. Die Besonderheit an diesem CL-Aufbau (Compact Line) ist, dass es keine üblichen Gerätefächer mit manueller Öffnung mehr gibt, sondern einen Rollladen, der über Knopfdruck bzw. vom Führerhaus aus automatisch geöffnet werden. Das LF10 ist nach Norm-Beladung ausgestattet und bietet Platz für eine Gruppe (1 Gruppenführer, 1 Maschinist, 1 Melder, 2 Atemschutz-Trupps, 1 zusätzlicher Trupp).

Im Heck ist eine Feuerlöschkreiselpumpe (Normaldruck) der Fa. Rosenbauer mit der Typen-Bezeichnung FPN 1000-10 eingebaut. Diese kann mit ihrer Leistungsfähigkeit 1000l/min bei 10 bar Ausgangsdruck abgeben. Der Wassertank des Löschgruppenfahrzeugs fasst 1200l. Zudem sind sechs Schaumkanister mit einem Fassungsvermögen von je 20l in der Fahrzeugausstattung enthalten. Die Wasserabgabe kann über je einen Schnellangriffs-Verteiler pro Fahrzeugseite sowie über den 30m langen Schnellangriff erfolgen.

Auf der Fahrerseite befinden sich die Materialien zur Verkehrsabsicherung und zur Ausleuchtung von Einsatzstellen. Zudem sind der Wassergutsauger sowie das Bindemittel zum Abstreuen von Ölspuren in diesem Gerätefach verlastet. In diesem Gerätefach sind auch die rund Xm B-Schlauch sowie der Hochleistungslüfter untergebracht.

Auf der rechten Seite sind, neben den Schaumkanistern und dem Schnellangriff, auch Kleinlöschgeräte wie eine Kübelspritze, und verschieden Feuerlöscher zu finden. Ebenfalls befinden sich hier 4 Schlauchtragekörbe mit je 3 C-Schläuchen (45m) sowie die Hohlstrahlrohre zur Wasserabgabe. Des Weiteren sind in diesem Gerätefach auch die Tauchpumpe und die Wathosen verlastet. Weitere Gerätschaften zur Technischen Hilfeleistung wie verschiedenes Brechwerkzeug, Kettensäge, Säbelsäge sowie ein Werkzeugkoffer und ein Koffer mit speziellen technischen Hilfsmittel für Verkehrsunfälle sind hier ebenfalls untergebracht.

Der Dachkasten bietet einem Streuwagen, Spineboard mit Zubehör, Dunggabeln, Einreißhaken und Feuerpatsche ausreichend Raum. Zudem sind die Schlauchbrücken sowie die 4-teilige Steckleiter auf dem Dach verlastet.

Der Mannschaftsraum ist großzügig gestaltet und mit 4 PA-Geräten ausgestattet, welche bereits während der Fahrt angelegt werden können. Ein Notfallrucksack auf dem Melderplatz sowie Fluchthauben und Masken in Ablagefächern über den Sitzen bieten schnellen Zugriff im Einsatzfall. Des Weiteren sind die Atemschutz-Sicherungstrupptasche sowie die Krankentrage unter den Sitzen verlastet.

Rückseitig ist das Fahrzeug mit einer Warneinrichtung ausgestattet, um die Einsatzstellenabsicherung auf öffentlichen Straßen zu unterstützen. Der integrierte Lichtmast mit seinen Halogenstrahlern bietet auch bei Einsätzen in Dunkelheit gute Lichtverhältnisse. Über eine Steuereinheit ist dieser 360° einsetzbar und kann sowohl in positivem als auch negativem Winkel betrieben werden. Zudem sorgt eine rundumlaufende Arbeitsbeleuchtung mit LED-Beleuchtung für die nötige Sicherheit bei der Entnahme von Gerätschaften am Fahrzeug.