+++ Einsatzübung zum Übungsmonat Steckleiter +++

2. Juni 2021
Einsatzübungen mit drei verschiedenen Szenarien zum Thema Steckleiter (FwDV 10)

An unseren Samstagsübungen werden die in diesem Monat vermittelten Grundlagen in der Regel in eine Einsatzübung verpackt, um so die Manschaft auf die Probe zu stellen und die erworbenen Fertigkeiten unter "Realbedingungen" zu zeigen. Den "Einsatzübung"-Samstag im Mai nutzten wir, um drei Einsatzszenarien rund um das Thema tragbare Leitern (FwDV 10) zu beüben.

Auf unserem LF10 führen wir nur eine vierteilige Steckleiter mit. Den Schwerpunkt bildete demnaxch hierbei, die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Steckleiter herauszuarbeiten und im Kontext der jeweils gegebenen Lage anzuwenden. Zudem wurden die Übungen im Gegensatz zur letzten Dienstagsübung „nass“ gefahren, also unter realistischem Einsatz der Heckpumpe und auch des Stromerzeugers, was neben der Ausbildung der Mannschaft auch zur Funktionsprüfung der Aggregate sehr wichtig ist.

Im ersten Einsatzszenario wurde eine Rettung aus Höhren und Tiefen dargestellt. Dabei ist eine Person fiktiv einen Schacht heruntergefallen. Mittels einer Bockleiter galt es nun, diese Person daraus zu befreien. Hierzu werden die Steckleiterteile geteilt und ähnlich wie Dach aufgestellt und durch Knoten gesichert. Am Ende wird das Standrohr für einen Unterflurhydranten als sog. Umlenkrolle benutzt, um die zu rettende Person herauszuziehen. Der Hauptaugenmerk dieses Szenario bestand beim Aufstellen sowie Bauen des Leiterbocks. 

Nach kurzer Nachbesprechung fanden die Übungsteilnehmer folgende Lage wieder: Aus einem Gastank trat Flüssiggas aus. Während ein Trupp unter Atemschutz als Sicherungstrupp (es wurde angenommen, die Werkfeuerwehr Siemens ist als ersteintreffende Kräfte vor Ort) bereitgestellt wurde, galt es für die anderen Übungsteilnehmer einen Notdekon-Platz aufzubauen. Dafür werden die vier Steckleiterteile in einem Viereck aufgestellt und durch Knoten an den Ecken gesichert. Als letztes wird eine Plane in dieses Viereck gelegt. So kann der Trupp, der in der Gefahrenzone gearbeitet hat, abgewaschen werden, ohne dass die Chemikalien/Gefahrstoffe die Umwelt beschmutzen oder in den Abfluss gelangen. Schließlich wurde uns mitgeteilt, ein Rettungshubschrauber würde für diesen Einsatz auf dem Hof der Werkfeuerwehr landen. Hierfür galt es, den Landeplatz auszuleuchten.

Im letzten Einsatzszenario wurde ein privater Rauchmelder angenommen. Als Rettungsweg für den Atemschutztrupp wurde die Steckleiter aufgestellt. Dieser Rettungsweg wurde auch gebraucht, da die brennende Treppe fiktiv eingestürzt ist. Der Atemschutztrupp löschte das Feuer und konnte so seine Einsatzübung unter Atemschutz absolvieren. 

Unsere Jungs kamen zwar bei den warmen Temperaturen ordentlich ins Schwitzen, haben die Herausforderung aber wie immer top gemeistert.